Ein Vormittag im Zeichen des Handwerks: Fuchsklasse erlebt das Projekt „Dreiklang“ bei Schmidt Hausbau

Was hat eine Grundschulklasse mit angehenden Straßenbauern, Maurern oder Zimmerern gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel – auf den zweiten Blick jedoch jede Menge Neugier, Kreativität und die Lust, gemeinsam anzupacken!

Im Rahmen des hessischen Projekts „Dreiklang“, das schulische Bildung mit echter handwerklicher Erfahrung verknüpft, durfte unsere Fuchsklasse (Klasse 3) heute einen ganz besonderen Vormittag erleben. Gemeinsam mit Conny Mertens und mir ging es auf Exkursion zur Firma Schmidt Hausbau nach Maar.

Mit von der Partie war ein toller Kooperationspartner: Martin Gebauer von der Vogelsbergschule Lauterbach hatte die Auszubildenden seiner Abteilung Bautechnik mitgebracht. Eine großartige Gelegenheit, bei der die „Großen“ aus der Berufsschule und unsere „Kleinen“ Hand in Hand arbeiten konnten.

Ein herzlicher Empfang und viel Liebe zum Detail

Schon bei der Ankunft war klar: Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Firma Schmidt hat keine Mühen gescheut, um uns einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Wir wurden von Geschäftsführerin Katrin Schmidt-Wagner und dem gesamten Team herzlich begrüßt. Für das leibliche Wohl war ebenfalls von der ersten Minute an gesorgt: Ein tolles Buffet mit Käsestangen, Laugengebäck, Käsehäppchen, Würstchen und erfrischenden Getränken stand den ganzen Vormittag für Snacks bereit.

Besonders beeindruckend für die Kinder: Mehrere der im Betrieb arbeitenden Zimmerleute trugen stolz ihre traditionelle, schwarze Zunfttracht!

Damit wir eine Vorstellung von den verschiedenen Berufen bekamen, stellten die Auszubildenden ihre Tätigkeiten vor und hatten sogar extra Poster für uns gestaltet. Darauf konnte man genau sehen, welche spannenden Aufgaben und Chancen in ihren Traumberufen stecken. Das Beste: Wir durften die Poster mitnehmen, um sie in der Schule für alle aufzuhängen!

Von 3D-Planung, Hightech-Anlagen und feurigem Brandschutz

Dank der perfekten Koordination von Lisa Krömmelbein und Magdalena Schmitt lief der Wechsel zwischen den Stationen absolut geschmeidig und ohne jede Wartezeit.

Zuerst ging es an die Theorie und die moderne Technik: Johannes Eurich demonstrierte eindrucksvoll, wie ein modernes Holzhaus heute zuerst komplett in 3D am Computer geplant wird. Direkt im Anschluss zeigte uns Sebastian Habicht an der riesigen Hundegger-Abbundanlage, wie die benötigten Bauteile aus den digitalen Plänen millimetergenau und vollautomatisch zugeschnitten werden. Firmengeschichte und spannende Einblicke in den Betrieb gab es zudem von Lena Reinhardt.

Ein echtes Aha-Erlebnis wartete beim Thema Nachhaltigkeit und Dämmung auf uns. Dass ein modernes Holzhaus mit einer Dämmung aus Papierschnipseln im Winter kuschelig warm und im Sommer angenehm kühl bleibt, leuchtete den Füchsen schnell ein. Aber brennt Papier nicht wie Zunder? Von wegen! Bei einem eindrucksvollen Test mit dem Gasbrenner wurde demonstriert, dass diese nachhaltige Dämmung den Brandschutzvorschriften sogar besser standhält als herkömmliche Steinwolle. Das war wirklich verblüffend!

Zukunftsvisionen und echtes Handwerk zum Mitmachen

Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Altersstufen klappte hervorragend, da jede Gruppe auf ihrem Niveau gefordert wurde: Während unsere Grundschüler eifrig ihr eigenes Traumhaus entwarfen und dabei auf den Klimaschutz achteten, grübelten die Berufsschüler parallel darüber nach, wie das Bauen der Zukunft generell aussehen könnte.

Danach wurde es im wahrsten Sinne des Wortes „praktisch“ und handfest. Die Kinder bewiesen Mut und Geschick beim Balancieren über schmale Balken und durften mit echten Hämmern Nägel in einen großen Baumstamm treiben. Für großes Staunen sorgte ein physikalischer Trick: Wer hätte gedacht, dass man aus 14 Zimmermannsnägeln ein stabiles, freitragendes Dach für ein Modellhaus balancieren kann?

Das absolute Highlight war jedoch das gemeinsame Bauprojekt: In Zweierteams zimmerten Grundschüler und Berufsschüler zusammen ein tolles Vogelhaus. Die Azubis zeigten dabei viel Einfühlungsvermögen sowie Geduld und erklärten den Kindern Schritt für Schritt, wie man den Akkuschrauber und die Holzschrauben richtig ansetzt.

Ein runder Abschluss (und trockenes Wetter!)

Zum Abschied gab es nach der gemeinsamen Abschlussrunde sogar noch ein tolles Geschenk für unsere Schulbibliothek: Ein schönes Buch zum Thema Natur und Umweltschutz.

Selbst das Wetter spielte mit: Bei unserem jeweils rund 20-minütigen Fußweg hin und zurück kamen alle Füchse trocken ans Ziel.

Unser Fazit: Dieser Tag hat eindrucksvoll bewiesen, dass nachhaltiges Arbeiten im Handwerk nicht nur wichtig ist, sondern auch riesigen Spaß machen kann! Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Firma Schmidt Hausbau und der Vogelsbergschule für diesen perfekt organisierten, investitionsreichen und inspirierenden Tag, der uns sicherlich noch ganz lange in Erinnerung bleiben wird!

Holger Frommann

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